21.03.2014 Malaysia - Kuala Lumpur  Heute sind war nach kurzem Flug in Kuala Lumpur gelandet. Es gab schon Pizza und einen kleinen, rein informativen Besuch bei Burger King  :-). Einerseits sind wir froh in Kuala Lumpur zu sein - anderseits hat es uns in Myanmar sehr gut gefallen. Viele tolle Sachen haben wir gesehen und viele Erlebnisse gehabt, die das Herz gewärmt haben. Der Pilot war übrigens während des Flugs schon sehr "redselig"... Die letzten Bilder - insbesondere von der Shwedagon Pagode in Yangoon  - findet ihr HIER - oder einfach auf das folgende Foto klicken.

Polizeistation in Yangoon

21.03.2014 Myanmar - Yangoon Myanmar - eines der schönsten - wenn nicht gar das schönste Land in Südostasien. Für mich ist es das auf jeden Fall. Mich hat das Land mit seinen lieben, ehrlichen und (noch) unverdorbenen Menschen, seinen zahllosen Pagoden und Tempeln, den "lebenden" Bilden vom z.B. dörflichen Leben und seinen Geheimnissen verzaubert, in den Bann gezogen. Wer Myanmar besuchen will, der sollte es möglichst bald tun! Die Veränderungen haben bereits begonnen. Deutliche erkennbar gegenüber 2011 gibt es z.B in Yangoon mehr und neuere Autos, viele Baustellen, zahllose Vertretungen von westlichen Firmen (Autofirmen) und die Burmesen halten schon jetzt zahllose und flammneue Smartphones in Ihre Händen. Sicherlich birgt der Tourismus und die langsame Öffnung für ein 3. Welt Land wie Myanmar Chancen für eine bessere Entwicklung, mehr Jobs, höheren Lebensstandard usw.... Die Gefahren die damit einhergehen, müssen hier aber wohl nicht erörtert werden.

Wir kommen durch unsere Art zu reisen sicherlich mehr mit den Menschen in Kontakt, als der Reisende, der mit einer Reisegesellschaft unterwegs ist - wobei dies keine Wertung sein soll. Aber auch wir bekamen nur z.T. mit, wie niedrig der Lebensstandard von vielen Burmesen ist - oder auf gut deutsch - wie arm die Menschen hier sind! Der Besuch beim Arzt hat mich 3.000 Kyat (ca. 2,30 EURO) gekostet. Soviel kostet im Restaurant eine große Flasche Myanmarbier.

Dafür arbeitet eine Straßenarbeiterin (den meistens sind es Frauen) einen ganzen Tag in flammender, staubiger Hitze auf der Straße. Der Teer wird in alten Fässern über kleinen Feuern gekocht. Und das tut sie an 7 Tagen in der Woche! Muss sie oder jemand aus der Familie zum Arzt, dann gibt es für diesen Tag keinen Verdienst. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es hier nicht - genau so wenig wie eine Krankenversicherung, flächendeckende Gesundheitsversorgung, Sozialversicherung (oder jegliche andere Art von sozialer Absicherung), Arbeitsschutz, Emanzipation, Chancengleichheit auf dem Bildungssektor, sicheren, öffentliche Transportmittel, stabile Strom- und Kommunikationsnetze, Müllentsorgung (der Müll wird meistens an der Straße verbrannt - natürlich auch Plastik!), Umweltschutz usw. usw.. Alles das, was für uns selbstverständlich ist - nicht existent! Hier führen viele Menschen jeden Tag den Überlebenskampf. Und trotzdem erntet man im ein Lächeln, wenn man diesen Menschen mit der landesüblichen Begrüßungsformel "Mingel la bar" begegnet. Und diese Menschen vergolden  von ihrem Wenigen auch noch Ihre Buddhastauen - zum Teil mehrere 10 cm dick und tonnenschwer!

Ich bleibe aber bei bei meinem Fazit: Myanmar ist für mich das schönste Land Südostasiens - trotz des Staubs, des Schmutzes und der Anstrengungen. Alles das verblast gegenüber dem unbeschreiblich Schönem, was dies Land  zu bieten hat.

Heute sind wir mit dem Bus von Mandalay nach Yangoon gefahren. Nach den letzten, sehr anstrengenden Transporten, sah ich dieser Fahrt schon mit einer gewissen Anspannung entgegen - 8-9 Stunden können schon sehr lang werden. Uns erwartete aber eine große Überraschung! Flammneuer Bus, 3er-Reihen, Ledersitze - jeder mit eigenem LCD-Bildschirm und funktionierendem Unterhaltungssystem, einer Stewardess (!) und Bordverpflegung. Passt natürlich auch nicht ganz zu diesem Land und die ewigen Hardcore-Traveller werden hier wieder die fehlende Authentizität rügen! Mir egal - war die beste Busfahrt meines Lebens! Hier ein paar Fotos. Wenn man in Myanmar Bus fahren muss/will, sollte man mit der Busfirma JJ reisen, sofern die gewünschte Strecke bedient wird.

20.03.2014 Myanmar - Mandalay Einige Eindrücke von Mandalay findet ihr noch mal HIER oder auf das folgende Foto klicken. Der Nationalsport von Myanmar heißt Chinlone und erfreut sich großer Beliebtheit - anscheinend auch bei den Mönchen. Bei diesem Sport wird eine Art Korbball über ein Netz geschlagen - allerdings nur mit den Füßen. Erinnert ein wenig an Volleyball. Chinlone ist allerdings über 1.500 Jahre alt.

18.03.2014 Myanmar - Hspiaw Die Geschichte verbindet die Schicksale einer Österreicherin mit dieser Stadt. Als junges Mädchen lernte sie einen Shan-Prinzen kennen und lieben. Ende der 50iger Jahre folgte sie ihm nach Burma. Anfang der 60iger Jahre verschwand der Prinz nach der Verhaftung durch die Militärregierung. Bis heute ist sein Schicksal nicht sicher geklärt - man muss aber davon ausgehen, dass der Prinz damals getötet wurde. Die Österreicherin kehrte daraufhin mit ihren beiden Töchtern nach Österreich zurück. Später wanderte sie in die USA aus und heiratete. Das Haus, in dem sie mit ihrem Mann gelebt hat, kann heute besichtigt werden. Leider ist es in einem schlechten Zustand und der Verfall ist deutlich zusehen. Fotos von dem Haus und anderen Motiven findet Ihr HIER - oder einfach auf das nächste Foto klicken.

 

17.03.2014 Myanmar - Pyin U Lwin nach Hspiaw Heute sind wir 7 Stunden Zug gefahren - na ja... Das Überqueren der über 100 Jahre alten Stahl-Brücke (Goktei-Viadukt) im Schritttempo mit viel Geruckel war ganz spannend. Aus dem Fenster konnte man über 300 m in den Abgrund gucken. Die Bahnstrecke und die Wagons sind in einem so schlechten Zustand, dass man sich bei wilden Schaukelbewegungen kaum auf den Sitzen halten kann. Unsere Rucksäcke sind 2 Mal aus der Ablage gefallen und mussten festgebunden werden! Bei den "Bocksprüngen", die der Zug machte, ist man zum Teil fast nen halben Meter abgehoben! Die Höchstgeschwindigkeit lag so bei ca. 40 km/h... schneller geht nicht. Wie gesagt - kann man machen - muss man aber nicht! Andrea hat die Fahrt gefallen... sagt sie... Ein paar Fotos gibt es HIER oder einfach auf das folgende Foto klicken.

 

16.03.2014 Myanmar - Pyin U Lwin

Gestern sind wir vom Inle-Lake nach Pyin U Lwin gefahren. 10 Stunden hat die Fahrt gedauert - wir hatten uns für die landschaftlich schönere Schrecke entschieden. Auch hier in Pyin U Lwin hatten es sich die Briten schön gemacht - die Stadt liegt um einiges höher, so dass die Temperaturen erträglicher sind. Die Briten haben auch zahlreiche Gebäude hinterlassen, die zum Teil heute noch das Stadtbild prägen.

Vielen Dank übrigens für die zahlreichen Nachfragen bezüglich der Spinnenbissproblematik der linken Hand - Das Dr. Win Htein tiptop wieder hinbekommen - siehe Foto. Mehr Fotos von der Stadt sind HIER zu finden - oder einfach auf das folgende Foto klicken. Morgen geht es mit dem Zug weiter...auch DIE Fahrt freue ich mich schön tüchtig....

14.03.2014 Myanmar - Inle Lake

Nochmal Danke an Dr. Win Htein, der sich meinem kleinen "Spinnenproblems" bestens angenommen hat! Heute abend war meine Wartezeit  gleich null...

 

Morgen verlassen wir den Inle Lake und es geht ca. 8-9 Stunden weiter nach Pyin U Lwin. HIER habe ich noch ein paar letzte Fotos eingestellt. Oder einfach auf das folgende Foto klicken!

13.03.2014 Myanmar - Inle Lake

Weitere Fotos vom wunderschönen Inle-See findet Ihr HIER oder einfach auf das nächste Foto klicken. Ich konnte leider spinnenbissbedingt nicht mit Die Fotos hat Andrea gemacht - die macht übrigens die meisten der Fotos, was hier mal erwähnt werden muss...

Meine Hand wird auch langsam besser - auch wenn es nicht so aussieht - nach tägliche Arztbesuchen.

 

11.03.2014 Myanmar - Inle Lake

Heute möchte ich noch mal von einer ganz besonderen Erfahrung berichten. Gestern morgen bin ich aufgewacht und hat auf dem linken Handgelenk eine kleine runde Wunde. Nach unserem Ausflug auf dem Inle-See sah die Hand dann so aus:

Nach allen möglichen Selbstbehandlungen kam dann doch die Erkenntnis: Ich muss zum Arzt. Unsere Unterkunft liegt in der Nähe des Krankenhauses. Also auf - doch lieber nicht. Im Hotel riet man uns dringend davon ab "Oh no - don't go there - they will cut your arm". Vielmehr wurde uns eine Klinik von einem "Generalmediziner" empfohlen - also auf! An der "Klinik" angekommen stellt sich das von Zahnarztbesuchen bekannte Empfinden "Es tut gar nicht mehr weh!" ein:

Praxis und Warteraum sind durch halbe Wand getrennt. Eine lang Bank (linkes auf dem Foto oben) führt bis in das Besprechungszimmer. Auf der Bank rutschen die Patienten im weiter, bis Sie an der Reihe sind. Privatsphäre gibt es nicht - die 2-3 am nächsten folgenden Patienten bekommen alles mit - und können alles sehen. Die Patienten, die noch nicht auf der langen Bank sitzen, gehen aber nicht ganz leer aus - sie können den Gespräche zwischen dem Arzt und seinen Patienten wenigstens zuhören. Ganz Interessierte schauen einfach durch die geöffneten Fenster. Ich finde die ärztliche Schweigepflicht wird auch viel zu sehr überschätzt...

Im Sprechzimmer, bzw. Sprechbereich angekommen geht es dann sehr schnell - Hand  gezeigt - "Ahh!!! Spider, Spider", Wunde gereinigt und verbunden. Medikamente gibt der Arzt übrigens direkt aus - und das nicht zu knapp! Ich habe ein Vitamin C-Präparat, ein Antibiotikum (laut Internet aus Veterinär-Medizin!?!) und ein nicht ermittelbares Medikament bekommen. Das ganze hat 3.000 Kyat gekostet - umgerechnet US$ 3. Billig was? Aber für die Burmesen ein Tageseinkommen!..

Heute morgen war ich dann noch mal zum Verbandswechsel! Wartezimmer voll bis oben hin! Nach ca. 1 Stunde kam ich die Reihe. Mit sicherem Blick stellt der Doktor fest "Ahh! Is better" Gut - für mich als Laien sah das nicht so aus. Heute Morgen war auch die Arzthelferin anwesend - hauptsächlich damit beschäftigt, die Medikamente zusammenzustellen. Ampullen werden mittels einer alten Trennscheibe geköpft, die extra bereit liegt. Der Müll fliegt durch das offene Fenster... Rustikal!

10.03.2014 Myanmar - Inle Lake

Ein unbeschreiblich schöner Tag auf dem Inle See - Fotos gibt es HIER oder einfach auf das nächste Foto klicken! Achtung! Über 80 Fotos!

09.03.2014 Myanmar - Inle Lake

Heute morgen sind wir schon früh in Richtung Inle Lake gestartet. In Kalaw hat es uns sehr gefallen - auch das Hotel war in Ordnung - allerdings vermute ich, dass der Architekt sich vorher mit dem Bau von Badezimmern beschäftigt hat - was die Farb- und Formenwahl angeht. Der Frühstücksraum war rosa gestrichen und der Boden mit Fliesen im Holzlook gekachelt.

  

Auf dem Weg zum Inlse Lake haben wir einen Abstecher Pindaya-Hölen gemacht. Die riesigen Höhlen, teils von Menschenhand in den Felsen getriebenen, teils natürlichen Ursprungs, beherbergen  über 8000 Buddhafiguren. Fotos findet ihr HIER - oder einfach auf das nächste Foto klicken!

Ich möchte auch noch einige Fotos von unserem Ausflug nach Mount Poppa nachliefern, den wir von Bagan aus unternommenhaben. Auf einem benachbarten Vulkankegel von Mount Poppa liegt die eigentliche Attraktion - ein Kloster, das man über knapp 800 Stufen erreichen kann.  Auf dem Weg wird man von zahlreichen Affen belagert - die allerdings wenig aggressiv sind. Am Fuße des Berges wird den Geistern - den sog. NATS gehuldigt - ein Geisterglaube, der parallel zum Buddhismus existiert. Fotos von dem bunten Treiben findet ihr HIER, oder einfach auf das nächste Foto klicken.

 

08.03.2014 Myanmar - Kalaw

Einige Eindrücke vom heutigen Tag findet ihr HIER - oder einfach auf das folgende Bild klicken

07.03.2014 Myanmar - Kalaw

Heute haben wir Bagan verlassen und sind mit dem Bus nach Kalaw gefahren. Interessante Fahrt. Beim Einsteigen wurden an jeden schwarze Plastikbeutel verteilt - ich dachte noch " boah - jeder kriegt seinen eignen Müllbeutel". Weit gefehlt! Während der Fahrt wurde nach der für Asien im Transportwesen geltenden Devise  "take what you can - nimmt mit was reinpasst" verfahren. Nachdem die noch freien Sitzplätze mit Einheimischen gefüllt worden waren, wurde an weitere Passagiere kleine Schemel verteilt, mit denen sie sich dann im Gang niederließen. Der Bus war also nach kurz Zeit gesteckt voll - wie die Sardinen in der Büchse! Und da kommen jetzt die schwarzen Tüten ins Spiel. Die Burmesen sollen - trotz des scharfen Essens - alle einen schwachen Magen haben...ich denke so...hm - was ist das auf einmal unter deinem Fuß so weich...da sah ich das Malheur! Eine vollgekotzte schwarze Tüte war unter meinen Sitz gerutscht und ich hatte drauf rumgetrampelt! Legger.

Kalaw liegt auf einer Höhe von ca. 1.300 m. Entsprechend kurvig war die Fahrt (schwarze Tüten!). In Kalaw hatten es sich die Britten, die ja auch nicht immer in der Hitze sein wollten, "schön gemacht" Die Temperaturen liegen deutlich um einiges niedriger al in Bagan. Man kann mal wieder durchatmen und es gibt auch keine Mücken.

Unten: Personentransport auf burmesisch..

Unten: Blick auf Kalaw von unserem Hotel aus

Der deutsche Stahlhelm aus dem 2. Weltkrieg erfreut sich hier in Burma großer Beliebtheit - incl. verfassungsfeindlichem Symbol an der Seite (hier natürlich nicht sichtbar!) Die Helme sind allerdings aus Kunststoff...Man beachte die burmesische Zigarre im Mundwinkel unseres Protagonisten.

Unten: Straßenszene im ländlichen Kalaw

05.03.2014 Myanmar - Bagan

Die vergangenen Tage waren sehr abwechslungsreich, so dass kaum Zeit war die Internetseite zu "füllen". Hinzu kommt, dass es hier in
Myanmar mit dem Internet nicht ganz so gut läuft wie auf den bisherigen Stationen.....aber der Reihe nach:

Nachdem wir für die letzte Nacht auf Koh Mak erneut unser Zimmer verlassen müssten und in einen Beach-Bungalow "upgegradet" wurden, haben wir das beschauliche Koh Mak mit einem weinenden Auge verlassen. Der Abschied ist uns echt schwer gefallen, zumal es sogar noch ein Abschiedsgeschenk von dem netten Personal gab...."thanks Kia for the the bottle SangSom"..like it very much and brings back memories ; great meeting you and Jeem"!!
Zurück ging es dann nach Bangkok, wo wie netterweise gleich um die Ecke bei den Protestcamps übernachtet haben! ...Gut, war nah zum Airport....aber da war was los!! vor lauter Tarnnetzen und Sandsäcken war kaum ein Mensch zu erkennen....

Ja, und dann ging es Richtung Mandalay. Das Visum für Myanmar hatten wir uns noch innerhalb eines Tages in Bangkok besorgt.

Ankunft in Mandalay und los ging's auf Besichtigungstour!! Was für eine Zeitreise...eben noch auf Koh Mak und jetzt in Mandalay.

Am nächsten Tag haben wir uns dann gleich für 06:45 Uhr ein Auto zusammen mit einen amerikanischen Ehepaar, die ebenfalls für 6 Monate unterwegs sind, gemietet....ach, was haben wir alles gesehen?!!! Ein super toller Tag endete nach genau 12 Stunden!!

Bereits am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus nach Bagan, wo wir die Pagodenfelder mit dem E-Bike erkunden....

Nette Anekdote noch von der Busfahrt... Bus hält an: Toilettenstop... oh prima....alle raus! Keine Toilette in Sicht... alle Mann!!! in die Büsche..
ja und die Frauen??

Bilder von den ersten Tage in Myanmar findet Ihr hier:

Fotogalerie Mandalay

Fotogalerie Bagan

03.03.2014 Myanmar

Myanmar - traumhaft schönes Land - staunend steht man da. Leider gibt es wegen der schlechten Verbindung erst einmal nur 3 Fotos..