12.02.2014 Japan - Tokyo

Mit tränenfeuchten Augen blicke ich auf den Monitor, während ich diese Zeilen schreibe ...morgen sind unsere 17 Tage in Japan schon wieder zu ende und es geht nach Thailand. Wie gut hat mir Japan wieder gefallen - gerne wäre ich noch länger geblieben. Ein paar letzte Fotos sind HIER zu finden, oder einfach auf das folgende Foto klicken. Das ist übrigens der U-Bahnplan von Tokyo. Wenn man einmal begriffen hat, wie es geht, dann ist es leicht. ;-)

Auf dem folgenden Foto ist der Fuji zu sehen - oder besser zu erahnen. Leider war das Wetter nicht ganz klar.

Vor 5 Jahren waren wir auf unserer ersten Japanreise in einem kleinen Messergeschäft in der Nähe des Tokyoter Fischmarktes. Den Laden haben wir gesucht und tatsächlich wiedergefunden. Der alte Inhaber, der mir damals ein Messer verkauft hat, ist zwischenzeitlich leider verstorben. Ein Foto in einem der Schaukästen erinnert noch an ihn. Dies Familie blickte auf eine Schmiedetradition von mehreren Jahrhunderten zurück! Seit 140 Jahren werden aber nur noch Messer hergestellt - z.T sind diese fast 1 m lang - mit ihnen wird der Thunfisch auf dem Fischmarkt geschnitten. Auch dieses Mal haben ich das Geschäft nicht ohne eine Tüte verlassen...

     

 10.02.2014 Japan Kitakami

Oh du geliebtes Japan - leider rückt der Zeitpunkt des Abschieds immer näher...Ich will gar nicht wieder weg!

Gestern morgen haben wir Sapporo verlassen und sind nach 9 stündiger Zugfahrt in Kitakami angekommen. Man muss dazusagen, dass auf Honshu rund um Tokio wetterbedingt am 08./09. Februar ein großes Wetterchaos geherrscht hat. Das hat dazu geführt, dass alle Flüge von und nach Tokio ausgefallen sind. Ein Teil der Passagiere versucht dann mit der Eisenbahn ihr Ziel zu erreichen. Da der Wetterbdingungen aber so drastisch waren, sind auch einige der schnellen Shinkansen-Verbindungen ausgefallen. Dies und die Tatsache, dass die Eisenbahn am Wochenende natürlich auch stärker genutzt wird, hat zu "bundesbahnähnlichen" Verhältnissen geführt. Zum Glück hatte Andrea schon vor 14 Tagen Sitzplätze für uns reserviert...

Nachliefern möchte ich noch ein paar weitere Fotos von den Eis- und Schneefestivals in Sapporo und Ashikawa. Entweder HIER klicken, oder auf das folgende Foto.

Von Kirakami ging es heute morgen nach Hiraizumi. Dort liegt der im Jahre 850 gegrgründete Chuson-Ji-Tempel. Die Anlage steht als Weltkulturerbe unter Schutz. Der Hauptaltar beinhaltet reich vergoldete Buddhaskulpturen und auch am Altar selber wurde nicht mit Gold gespart. Fotos vom Altar gibt es leider nicht - Fotografieren ist nicht gestattet. Ein paar Fotos von anderen Altären und Gebäuden gib es HIER oder einfach auf das nächste Foto klicken.

Einiges in Japan hat uns auch dieses Mal wieder zum Schmunzeln gebracht. Sei es ein - für unsere Verhältnisse - zu tief angebrachtes Waschbecken oder ein Schild, auf dem sich ein kleiner Bauerbeiter verneigt, um sich für die baubedingten Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

  

  

07.02.2014 Japan - Sapporo

Kalt - sehr kalt - dichte Schneegestöber - Sonnenschein bei klarem Himmel - wunderschöne Kunstwerke aus Eis und Schnee. Fotos gibt es HIER oder wieder einfach auf das nächste Foto klicken.

 

06.02.2014 Japan - Abashiri

Nach ein gut 12 Stunden Zugfahrt sind wir gestern Abend in Abashiri angekommen. Kalt ist es hier...

Blick aus unserem Hotelzimmer heute morgen...

Heute morgen haben wir eine Fahrt mit einem Eisbrecher vor der Küste unternommen. Fotos findet ihr HIER, oder einfach auf das folgende Foto klicken. Hier liegen Berge von Schnee und es ist deutlich unter - 10° C kalt. Von Abashiri kann fast nach Russland schwimmen...

 

04.02.2014 Japan - Hakodate - 14 Grad minus

Wir sind heute 7 Stunden Zug gefahren und mittlerweile auf Hokkaido angekommen - der nördlichsten (und kältesten) Insel Japans. Diese kleinen japanischen Teufelskerle von Ingenieuren, mit ihren weiß behandschuhten Händen! Was bauen die hier für Züge!

Und nicht genug! Der Tunnel der Honshu mit Hokkaido verbindet liegt 140 m unter dem Meeresspiegel und dann noch mal 100 m unter dem Meeresboden, bei einer Tunnellänge von fast 54 km!

In Hakodate haben wir heute lediglich noch einen Ausflug auf die Gipfelstation gemacht - und den gigantischen Ausblick genossen.

 

 


03.02.2014 Japan - Nagano - Schneeaffen

Bilder von Schneeaffen, die sich in einer warmen Quelle ein gemütliches Bad genehmigen, sind HIER zu finden - oder einfach auf das nächste Bild klicken. Wir haben schon mehrfach Bericht über die Schneeaffen im Fernsehen gesehen. Es entstand der Eindruck, die jeweiligen Filmteams hätten große Strapazen auf sich genommen, um die Tiere in der Wildnis zu filmen! Von wegen! Nach einem leichten ca. 40 min Fußmarsch ist man bei den Affen. Die letzen Fotos sind von einem Festival. Was für eins? Keine Ahnung - konnte uns keiner sagen: "Yes - Festival" "What kind of festival? " "Yes! Japanese festival." ach so... na denn...


02.02.2014 Japan - Nagano

Heute ging es mit einem dieser hervorragenden japanischen Züge nach Nagano. Auf der Fahrt bot sich ein spektakulärer Blick auf die schneebedeckten japanischen Berge - auf der rechten Seite. Auf der linken Seite konnte man das Meer sehen.

  

  

In Nagano, dass ungefähr einwohnermäßig die Größe von Bielefeld hat, fanden 1998 die olympischen Winterspiele statt. Hier findet sich auch der für die japanischen Buddhisten wichtigste Tempel in Japan. Eine der Buddhastatuen ist aus dem 6. Jahrhundert und wird nur alle paar Jahre gezeigt. Bilder davon findet man HIER oder einfach auf das folgende Foto klicken.

Auch aus der Stadt hat meinen Blick auf die Berge. Ruhig ist es an einem Sonntagnachmittag in Nagano...

  

Vor unserem Hotel...und in unsrem Hotelzimmer. Klein aber gemütlich. Immerhin ist das Bett 2x2 m und man hat alles was man braucht. In japanischen Hotels ist das Frühstück nicht automatisch mit im Preis enthalten. Allerdings ist das japanische Frühstück auch nicht jedermanns Sache.


01.02.2014 Japan - Kanazawa

HIER findet ihr Fotos von dem wunderschönen Park und dem alten Fort in Kanazawa. Der Park ist wirklich traumhaft schön. Die Japaner haben eine sehr innige Beziehung zur Natur (Wale mal außen vorgelassen) und können sich für Pflanzen oder solche Gärten sehr begeistern. Die Schnüre und  Seile, die auf einigen der Fotos an den Bäumen zu sehen sind, dienen dazu, die Äste gegen das Brechen durch eine zu hohe Schneelast im anstehenden Winter zu schützen. In Japan versucht man auch alte und kranke Bäume zu erhalten. Hier hackt man nix um, nur weil eventuell mal ein Ast runter fällt ...

 


31.01.2014 Japan - Kanazawa


30.01.2014 Japan - Kanazawa

Heute morgen um kurz nach acht haben wir Kyoto verlassen und sind mit einem der eher an ein Raumschiff erinnernden Züge nach Kanazawa gefahren.  Auf dem linken Foto ist die Lokomotive unseres Zuges abgebildet. Es gibt aber noch weit futuristischere Modelle! Fotos werden folgen.

  

Kanawaza hat ca eine halbe Millionen Einwohner - der Bahnhof hat daher eine entsprechende Größe.

  

Auch hier in Japan ist man vor deutschen Einflüssen nicht sicher. Kaum aus dem Bahnhof raus, da prangte uns schon das Firmenschild einer Bäckereikette "German Backery" entgegen.  Ich reagierte unbewusst mit einer leichten "Habt acht"-Haltung und dem innerlichen Absingen von "Oh du schöner Westerwald", konnte aber meinen Gefühlsausbruch zum Glück verbergen. Jetzt klagt ja jeder Deutsche, der sich im Ausland aufhält - ob im Urlaub oder beruflich - dass ihm das deutsche Brot fehlt. DAS deutsche Brot findet man aber dort nicht. Oder ich wüsste jedenfalls nicht, in welcher Region bei uns mit "Bohnen-Marmelade" gefüllte Milchbrötchen zu den örtlichen Spezialitäten gehören. Schmeckt aber! Auch das mit giftgrün, süßer Paste gefüllte Backwerk schmeckte interessant und lecker. Uns unser kulturellen Verpflichtung bewusst seiend haben wir natürlich sofort mit dem Deutschunterricht des Personals begonnen - "Guten Tag" und "Danke" klappt schon. Morgen kommt "Warum ist es am Rhein so schön" an die Reihe...Gekauft haben wir natürlich auch etwas. Mal sehen, was wir mit der Tüte nicht anfangen können.

  

Eine echte Herausforderung sind die japanischen Hotelzimmer - ich erwähnte es bereits. Heute haben wir es aber gut getroffen - das Bett hat immerhin einen Breite von 1,60 m. Auch die Toilette ist wieder ein Hightech-Produkt. Was die Raucher uns uns freut - es gibt noch Hotelzimmer, in denen geraucht werden darf. auch viele Restaurants haben noch einen Raucherbereich.

     

Der Ausblick aus dem Hotel - halt Bahnhofsgegend... ;-))

Kanazawa liegt in der Nähe der Küste. Selbstverständlich gibt es daher auch einen Fischmarkt. Die Japaner legen absoluten Wert auf frische Ware. Viele Tieren lebten noch - z.B. die Krabben auf den Fotos. Überhaupt haben die Japaner eine sinnliche Beziehung zu Nahrungsmitteln. Das hindert sie aber nicht, auch mal Junkfood oder westliche Gerichte zu konsumieren. Man achte auf die Größe der Greifarme - ich habe meine Hand mal zum Größenvergleich daneben gehalten. Wie groß muss das Tier gewesen sein! Bei den  "grünen Wurzeln" handelt es sich übrigens um Wasabi.

  

  

   

   

  

Vieles in Japan ist ähnlich - manches wird aber ganz anderes gehandhabt. Kein LKW fährt von der Baustelle so einfach auf die Straße. Dafür gibt es extra Mitarbeiter, die kurz den Verkehr anhalten und dem LKW das einfahren ermöglichen. Im Anschluss verbeugt man sich vor den wartenden Autofahrern. Man stelle sich die gleiche Szene in Deutschland vor. An dieser Stelle sei auch der Beruf des "Verbeugers" genannt - der steht zum Beispiel an Baustellen und verbeugt sich ständig und entschuldigt sich bei vorbeigehenden Passanten für die Unbequemlichkeiten. Nicht auszudenken, wie viele "Verbeugter" wir bei uns brauchen würden... Alleine bei den vielen Baustellen in unserer Politik.

  

Zum Abschluss noch ein letztes Foto für heute. Es zeigt einen der zahlreichen Getränkeautomaten, die es wirklich überall in Japan gibt, und an denen man für kleines Geld alle möglichen Arten von Getränken gibt - sogar heißen Kaffee oder Tee - durchaus schmackhaft!


29.01.2014 Japan - Kyoto

Japan - du geliebtes Land! Heute haben wir bei allerfeinstem, sonnigen Wetter einen riesen Spaziergang durch Kyoto gemacht uns uns dabei zahlreiche Sehenswürdigkeiten angeguckt. Fotos gibt es HIER oder einfach auf das folgende Foto klicken.

Zum Abschluss des Tages habe ich mich dann den Köstlichkeiten der japanischen Küche hingegeben....


28.01.2014 Japan - Kyoto

Die Nacht war kurz - so kurz wie das Bett :-), aber heute sind wir aus unserer U-Boot-Suiete ausgezogen. Die Zimmer in Japan sind in der Regel nämlich winzig. Das ganze erinnert etwas an eine Schiffskabine - die Wanne ist lediglich gut einen Meter lang! Dafür spielt die Toilette auf Wunsch auch Musik um - sagen wir mal - unschöne Geräusche zu überdecken. Für die nächsten beiden Tage haben wir aber ein größeres Zimmer mit 2 passabel großen Einzelnbetten bekommen.

Nach dem wir also unser Zimmer "ausgezogen" hatten, ging es mit dem Zug zum Fushimi Inri Shrien - südlich von Kyoto. Auf dem Weg zum Gipfel des Berges auf dem der Schrein liegt, beschreitet man einen Weg, der durch einigen tausend orange Tore führt. Im Film "Geisha" läuft die Protagonistin in einer kurzen Szene diesen Weg entlang. Fotos dazu gibt es HIER oder einfach auf das folgende Foto klicken.

Danach ging es zum dem Tempel der 1001 Buddha-Statuen. Der Tempel stammt aus dem Jahr 1164 und beinhaltet wirklich 1000 identische  Buddhas. Fotos gibt es keine - Fotografieren streng verboten! Am späten Nachmittag haben wir noch einen Spaziergang über einen typischen Markt unternommen. Die dargebotenen Speisen sind schon sehr appetitlich  anzusehen - zum Teil handelt es sich aber nur um Nachbildungen für das Schaufenster!

Für mich hat sich der Tag aber auch sonst so richtig gelohnt - siehe Fotos.

 


27.01.2014 Japan - Kyoto

War mal wieder ein langer Tag, bis ich dazu komme, dies zu schreiben. Heute morgen ging's mit dem Taxi zu Flughafen in Peking - einem der großten Flughäfen der Welt, was das Passagieraufkommen anbelangt. Schnell war auch de Checkin erledigt - nachdem wir das erste Mal sicherheitsüberprüft worden waren. Die Sicherheitsüberprüfung (Tasche und Koffer auf den Scanner - man selber geht durch einen Metalldetektor) ist ein von den Behörden in China heißgeliebtes Ritual, dass man bei der jeder Fahrt mit der U-Bahn über sich ergehen lassen muss. Rittual deshalb weil: Es guckt keiner! Meistens sitzen die Sicherheitsleute hinter dem Bildschirm und spielen mit ihrem Smartphone. Überhaupt das Smartphone. Wähnt man daheim, dass das ewige Herumgetippe auf dem Smartphone zu einer üblen Unsitte bei den meist jüngeren Mitbürger geworden ist, der hat keine Ahnung, welchen Stellenwert das Smartphone in China hat. Oder die Smartphones - Plural. Viele hantieren nämlich nicht nur mit einem Gerät herum. In der U-Bahn Aber zurück zum Flughafen in Peking. Nach dem Einchecken ging es zum "richtigen" Sicherheitscheck. Was die anderen "larifari" durchgeführten Überprüfungen vermissen lassen, machte der dann wieder wett! Die Fluggesellschaft "China Eastern" war dann "gewöhnungsbedürftig". Eine kleine sportliche Einlage hat man sich natürlich noch einfallen lassen. Nach ca. 1 Stunde landete die Maschine in einer anderen chinesischen Stadt zwischen. Den Namen kannte ich und habe ihn auch schon wieder vergessen. Aussteigen, im leichten "Schweinsgalopp" durch den kompletten Flughafen quasi wieder zum Einchecken - richtig, vorher noch mal "Larifari-Sicherheitscheck" Der Bildschirm war dieses Mal gar nicht besetzt. Dann die offizielle Ausreiseprozedur. Pass, Ausreisekarte (darf kein Eselsohr haben!) und Visa parat? "Wie lange waren Sie in China, warum, wo fliegen Sie hin"  Gut - das hätte man ablesen können - stand ja da. Aber immerhin darf man nicht vergessen, dass das Fahnentuch von China von roter Farbe ist, geziert mit gelben Sternen. Da darf man solche Fragen erwarten - man wäre geradezu enttäuscht, wenn NICHT gefragt wird. Dann einen kurzes Trommelfeuer von Stempeln auf die Papiere und dann weiter zum richtigen Sicherheitscheck. Wieder alles auspacken und durch das Röntgengerät fahren lassen, usw. usw. Dann endlich in der Abflughalle angekommen, "schallmeite" einem der Lautsprecher entgegen, dass man bereits mit dem Borden angefangen habe...An dieser Stelle versagte mein Deo - die Frische des morgendlichen Duschens war dahin und ich verfluchte meine dicke Winterjacke.

Bye Bye China... hat mir gefallen.  Irgendwann kommen wir wieder.

Japan. Im Flughafen schon die ersten Unterschiede. Gutgelaunte, sehr freundliche Beamte mit weißen Handschuhen wiesen uns den richtigen Weg, so dass die flüssige Einreise nur durch das Ausfüllen von ZWEI Einreiskarten gebremst wurde. Wobei irgendwie müsste sich doch auf auszahlen, dass mal verbündet gewesen ist? Nein hilft nix - ausfüllen. Danach konfiszierte die "Beaglepatrouille" noch schnell unsere beiden Äpfel aus dem Frühstücksbeutel und 15 min später saßen wir dann schon in einem pfeilschnellen Zug nach Kyoto.